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Home arrow Wie spielt man Rugby?
 
Football is a gentle game for rough men and Rugby is a rough game for Gentlemen.
Geschrieben von René Schmidt   
In diesem Spruch steckt schon sehr viel vom Geist des Rugby-Sports. "Seid ihr nicht die mit den Helmen und den Schulterpolstern?" wird oft gefragt. Nein, sind wir nicht! "Aber dann seid ihr ja vollkommen ungeschützt. Ist das dann nicht sehr gefährlich?"

Nein, ist es nicht. Ein Blick in die internationale Verletzungsstatistik zeigt, dass Rugby, was die Schwere und Häufigkeit der Verletzungen angeht, weit hinter anderen Sportarten wie z.B. Fußball, Handball, Basketball, ja sogar Volleyball zurückliegt. Jetzt könnte der Einwand kommen: "Ja aber es gibt ja auch nicht so viele Rugbyspieler." Falsch. International gibt es mindestens genauso viele Rugbyspieler wie Fußballspieler.

nofootball
In anderen Ländern ist Rugby der Nationalsport schlechthin. Speziell in der südlichen Hemisphäre (Australien, Neuseeland, alle Pazifikinseln, Südafrika, Südamerika usw.) ist es fast schon Religion.

Woher kommt nun diese gute Statistik? Ganz einfach. Jeder Spieler lernt im Training wie er sich in den einzelnen Spielsituationen verhalten soll, und wenn er regelmäßig trainiert, dann befindet er sich auch in einem körperlich fitten Zustand, so dass ihm normalerweise nichts passiert. Oft sehen manche Spielsituationen von außen für Laien schlimmer aus, wie sie die Spieler selbst empfinden.

Außerdem ist beim Rugby, im Gegensatz zur weit verbreiteten Meinung, so gut wie nichts erlaubt, weder stoßen, rempeln, checken noch treten. Auch die ganzen unangenehmen Fußattacken wie sie beim Fußball vorkommen gibt es beim Rugby nicht, da der Ball nicht mit dem Fuß geführt wird. Das einzige was erlaubt ist, heißt "Tiefhalten". Das bedeutet, das der ballführende Spieler, und nur der, unterhalb der Schulterlinie umklammert, und dadurch zu Fall gebracht werden darf. Optimalerweise versucht man die Beine zu umklammern und dadurch den Gegner zu stoppen. Und dann gibt es ja noch den Schiedsrichter, der sehr streng pfeift. Obwohl sich auch im Fußball in letzter Zeit einiges zum besseren für die Aktiven entwickelt hat, würde ein Rugby-Schiedsrichter ein Fußballspiel so konsequent pfeifen wie ein Rugbyspiel , so wären wahrscheinlich nach einiger Zeit nur noch ¾ aller Spieler auf dem Platz.

Doch nun noch einiges zum Spiel selbst. Im Folgenden werden einige wichtige Grundregeln des Rugby erklärt:
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Der Hauptunterschied zu den anderen Ballsportarten besteht darin, dass der Ball nur nach hinten geworfen (gepasst) werden darf. Nach vorne kommt der Ball also nur durch tragen oder durch einen geschickt platzierten Kick.

Ziel des Spiels ist es den ovalen Ball in das gegnerische Malfeld (der Bereich hinter den Torstangen) zu tragen und ihn dort abzulegen. Ein korrekter Punktgewinn (Versuch) wird nur dadurch erzielt, wenn der Ball gleichzeitig die Hand des ballführenden Spielers und den Boden berührt. Dafür gibt es 5 Punkte.
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Zusätzlich erhält man die Chance eines Kicks (Erhöhung) über die Querstange, zwischen die beiden Malstangen hindurch. Dazu benutzt man eine Setzhilfe für den Ball, damit er auf dem Boden stehen bleibt. Bei erfolgreicher Ausführung gibt es dafür 2 Punkte.

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Die beiden anderen Möglichkeiten Punkte zu erzielen sind zum einen der Straftritt, der an der Stelle ausgeführt wird, an der die gegnerische Mannschaft eine Regelwidrigkeit begangen hat. Er wird genauso ausgeführt wie die Erhöhung und zählt 3 Punkte. Zum anderen gibt es noch die Möglichkeit eines Feldtores, dass als Dropkick (der Ball muss aus der Hand kontrolliert fallen gelassen werden, einmal auf dem Boden aufkommen und darf dann erst getreten werden) aus dem Spielverlauf heraus ausgeführt werden muss. Auch dafür gibt es 3 Punkte.

Jede Mannschaft besteht aus 15 Spielern: 8 Stürmern, 2 Verbindungsspielern und 5 sogenannten Dreivierteln. Die Aufgabe der Stürmer ist es den Ball in Standardsituationen zu erobern und dabei die gegnerische Verteidigung möglichst auf einen Punkt zu konzentrieren. Dies soll Raum für die Dreiviertel schaffen, die dann den Ball von den beiden Verbindungsspielern erhalten und durch kluges Passspiel und schnelle Sprints Versuche erzielen sollen.

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Rugby ist ein sehr geselliger Sport und für jeden geeignet, da er keine besonderen körperlichen Voraussetzungen erfordert. Hier gibt es nicht den sogenannten Modellathleten, da es verschiedene Positionen innerhalb einer Mannschaft gibt. Also egal ob dick, ob dünn, ob groß, ob klein jeder kann beim Rugby seinen Spaß haben. Und dann gibt es nach jedem Spiel noch die sogenannte "dritte Halbzeit", in der der Sieg oder die Niederlage von beiden Mannschaften gemeinsam begossen wird.
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